Trauer digital begleiten und neue Wege gehen – mit Luisa Otto und Janek Voos

Shownotes

Trauer trifft uns alle – und trotzdem stehen viele Menschen nach einem Verlust erst einmal ratlos da. Genau hier setzt anfang. an: Das Startup entwickelt eine digitale Begleitung für Menschen in Trauer. So möchte das Team Orientierung, Austausch und Unterstützung auch dann ermöglichen, wenn gerade kein Gespräch oder Termin ansteht. In dieser Folge des ThExCasts erfährst du, wie aus einer persönlichen Erfahrung und einem Hochschulprojekt ein Gründungsvorhaben wurde, welche Rolle die TRIP Class und die Thüringer Gründungsprämie dabei spielen und warum es Mut braucht, ein emotionales Thema mit einem tragfähigen Geschäftsmodell zu verbinden.

Die Bewerbungsphase für die TRIP Class läuft bis zum 15. Oktober. Alle Infos findest du unter: https://trip.community/

Du möchtest immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere den ThEx Newsletter: https://thex.de/newsletteranmeldung

Transkript anzeigen

00:00:12: Hi, ich bin Melanie und ihr hört den Textcast.

00:00:15: Es gibt Momente im Leben auf die es niemand von uns wirklich vorbereitet – und das obwohl es um eine Erfahrung geht, die fast jeder Mensch irgendwann durchmacht!

00:00:27: Und obwohl jedes Jahr Millionen Menschen in Deutschland dieses Erfahrungen machen müssen, fühlen sich viele Betroffene in dieser Zeit allein und wissen nicht so richtig wo sie Unterstützung finden.

00:00:39: Meine heutigen Gäste haben sich genau diese Herausforderung angenommen.

00:00:45: das Thüringer Startup Anfang.

00:00:47: ich habe Janik und Luisa heute dabei entwickeln einen digitalen Trauerbegleiter der menschen nach einem Verlust Orientierung halt und praktische Unterstützung bieten soll.

00:00:57: Hinter der Idee steckt nicht nur Technologie, sondern vor allem die Überzeugung dass Trauer eben nicht einsam sein muss.

00:01:05: Und wir sprechen heute darüber wie man so ein Startup für ein Thema entwickelt über das viele Menschen auch ungern nur sprechen.

00:01:13: Wie entstehen digitale Lösungen für etwas so persönliches wie Trauer?

00:01:18: Und außerdem schauen wir dabei auch auf die Reise von Anfang durch das Thüringer Innovationsprogramm TRIP und darauf, welche Impulse geholfen haben aus einer so starken Idee ein Unternehmen mit einem besonderen Marktstatt zu vorn.

00:01:33: Hallo ihr zwei!

00:01:34: Schön dass

00:01:37: ihr da seid.

00:01:43: Ich habe es gerade in der Einleitung schon gesagt, Trauer ist ein Thema über das Menschen eigentlich super ungern sprechen.

00:01:51: Da verändern sich die Gesichtszüge da werden viele natürlich auch sehr emotional aus ihren eigenen Erfahrungen heraus.

00:02:00: Warum habt ihr euch entschieden genau dorthin zu schauen wo eben viele gerne wegschauen würden?

00:02:06: Ich glaube, genau das ist tatsächlich schon der Grund.

00:02:08: Dass es bei uns irgendwie in der Gesellschaft mittlerweile so ist dass Trauer am liebsten eigentlich alleine zu Hause verarbeitet werden soll und nicht mehr in großer Gemeinschaft.

00:02:17: Und das kann eigentlich nicht sein unserer Meinung nach, dass man in so einer schwierigen Zeit etwas mit sich alleine ausmachen soll im besten Fall und dabei sich dann am Ende einsam oder alleine fühlt.

00:02:27: und genau deswegen haben wir gesagt okay Das ist ein schwieriges Thema aber genau deswegen muss da eben mehr hingeschaut werden.

00:02:35: eben keine Entschuldigung, dass es ein unangenehmes Thema ist.

00:02:38: Es gibt ja super viele Angebote in diesem Bereich schon.

00:02:41: das heißt zum Beispiel Bücher, Selbsthilfegruppen wirklich auch professioneller Berater in diesen Bereich.

00:02:49: ihr habt jetzt eben einen App-Angebot entwickelt.

00:02:52: gleichzeitig sagt ihr natürlich Wir möchten gegen diese Einsamkeiten stückweit vorgehen.

00:02:58: Wie passt gerade Digitalisierung und dieses Einsamkeitsthema, wie passt das zusammen?

00:03:03: Wie bringt ihr das in eurer App zusammen?

00:03:06: Das ist immer eine ganz spannende Frage die uns gestellt wird.

00:03:09: verständlicherweise Ich glaube bei uns geht es darum, dass sie versucht haben die Lücken dazwischen zu füllen.

00:03:14: Also wenn wir uns jetzt so einen gewöhnlichen Trauer an den Vorstellen der sich eine Trauerbekleidung oder selbsthilfegruppe sucht.

00:03:21: dann sprechen wir von einem Turnus des Stadtfindens von einmal die Woche bis aller zwei Wochen.

00:03:26: und Trauer ist nicht so das es genau da beginnt sondern immer wieder in Wellen vorkommt und verarbeitet werden muss.

00:03:34: Und genau dann fehlt die Unterstützung.

00:03:36: und da haben wir gesagt, dass wir mit Anfang dieses Puzzleteil sein wollen.

00:03:40: Dass wenn jemand Dienstagabend auf der Couch ist und merkt bei mir kommt grad hoch und ich muss irgendwas verarbeiten, das er die App öffnen kann und seinen Begleiter in der Hosentasche hat und halt da begleitet werden kann und Hilfe bekommt und das zu jeder Zeit und immer wenn er es braucht.

00:03:55: Genau da sagen wir aber auch, dass Wir uns sehr wünschen, dass Menschen sich anderswo Unterstützung suchen, also dass wir dieses feine Puzzleteil in der Trauerbegleitung sind.

00:04:03: Aber halt wirklich ein Puzzle-Teil.

00:04:05: und deswegen arbeiten wir auch mit verschiedenen Trauerbehörden zusammen, bauen Netzwerk auf wo wir sagen hey wie haben das Gefühl du brauchst mehr Unterstützung dann sucht ihr doch noch jemanden aus unser Netzwerk raus und hol dir da Unterstützung.

00:04:17: vielleicht

00:04:17: könnte so ganz kurz wer jetzt die App auch noch gar nicht kennt nochmal ja so ein paar Grundsätze der App erklären beschreiben

00:04:27: Der Hauptfokus ist, dass wir uns nicht mal einsam fühlen in unserer Trauer.

00:04:31: Viele Trauer kennen genau dieses Gefühl, dass es passiert was Schlimmes.

00:04:35: Warum passiert das genau mir?

00:04:36: Und irgendwie bin ich damit alleine.

00:04:38: Auch wenn ich einen großen Freundeskreis habe und eine sehr unterstützende Familie heißt nicht, dass die Leute direkt wissen, was gerade in dir vorgeht.

00:04:45: Da haben wir gelernt, es ist ein großes und schweres Gefühl, damit zu sein.

00:04:50: Deswegen haben wir alles, was aktuell gut funktioniert in der Trauerbegleitung versucht digital zu übersetzen und v.a.

00:04:58: niedrigschwelliger.

00:05:00: der Anker, dass wir sagen okay.

00:05:03: Es müssen sich Leute miteinander austauschen, die wissen wie es ist und deswegen versuchen wir diese Peer Support Gruppen quasi in Digitale zu übersetzen.

00:05:11: Unterstützt wird das aber trotzdem weiter von Modulen also Videos, Audio Dateien, Texten rund um Trauer- und Trauerbegleitung.

00:05:19: Also dass man trotzdem erfährt okay was passiert gerade mit mir?

00:05:22: Was geht in mir vor?

00:05:24: Genau dann haben wir weitere Möglichkeiten zur Reflexion.

00:05:28: Wir haben einen Erinnerungsraum der beliebbar sein kann werden kann.

00:05:33: Da können Lieder, Videos, Fotos gesammelt werden für sich alleine oder eben mit dem Umfeld genau und ganz viel drum herum.

00:05:41: also wir haben echt so ein bisschen versucht alles das gut funktioniert zu übernehmen oder halt eben weiter gedacht wie es gerade vielleicht auch zeitgemäß ist.

00:05:50: Diese Idee, die warbert ja schon seit dem Studium in euren Köpfen ihr habt gemeinsam sind insgesamt vier Gründungsmitglieder.

00:05:58: Ihr habt gemeinsam in Nordhausen studiert.

00:06:01: was war der Moment wo ihr dachtet okay das ist nicht nur eine Idee sondern wir wollen jetzt wirklich anfangen da raus einen Unternehmen zu gründen.

00:06:11: Ihr hattet ja damals schon Unterstützung durch Heik, also den Hochschulinkubator in Nordhausen.

00:06:17: Er zählt gerne mal so ein bisschen von den

00:06:19: Anfängen.".

00:06:20: Also eigentlich ist Anfang im Studium während des Theorie-Praxisprojekts entstanden, also wir müssen über drei Semester lang im Sozialmanagementstudium ein Unternehmen theoretisch gründen und die Idee dahinter entwickeln.

00:06:31: Und da hatten wir uns dafür entschieden dass wir uns dem Thema annehmen und einmal drauf schauen wollen was denn da eigentlich so fehlt beziehungsweise was gebraucht wird?

00:06:39: Und genau dafür haben wir unsere ersten Probleminterviews mit der Zielgruppe und Trauer in den geführt und da irgendwie schnell gemerkt das was wie uns dann unseren Köpfen zusammen gedacht haben wo wir nicht auch dachten, dass es wahrscheinlich eher ein bisschen Leinwissen am Anfang ist.

00:06:52: Stimmt und passt mit dem was die Zikrobar als Problem beschreibt und haben irgendwie gespürt das da doch etwas gebraucht wird also dass es nicht so ein theoretisches Ding ist sondern das ist irgendwie praktisch zur Umsetzung kommen sollte und haben uns dann noch entschieden irgendwie schnell dass wir's gerne umsetzen wollen würden beziehungsweise erstmal dran weiterarbeiten ohne eine Vision dahinter wo wir jetzt hingehen sondern erst mal dass wir es probieren wollen und sind dann auch schnell zum Hochschul-Inkubator gegangen also auf Menschen, die uns erklärt haben wie man aus so einer Idee und irgendwie dieses wir wollen das so-und-so machen etwas entwickeln kann was ein Startup werden könnte.

00:07:27: Und da weiß ich auch noch, da war man Anfang da und haben eine Folie mitgebracht Die waren knallgrün und da waren Kodi in der Mitte und alles sonst vom rum.

00:07:34: und dann haben wir den auch erklärt dass die Trauer App... Das wird die Trauerepp und mussten dann irgendwie schnell in nächsten Wochen lernen, dass man sich auch von manchen Dingen verabschieden muss und manche Dinge kommen dazu und dass es nicht nur darum geht zu sagen Wir machen das jetzt gute Wille zählt, dass da sehr viel dahinter steckt.

00:07:50: Und das haben wir dort lernen dürfen.

00:07:52: und eigentlich ist da das richtige Gefühl, dass wir das machen und es damit entstanden, was wir gesagt haben.

00:07:57: Wir waren zwei Monate, haben wir dran gearbeitet.

00:07:59: Dass wir gesagt hatten, wir gehen jetzt noch unsere erste Messe mit unserem eigenen Messestand um wollen mit deinem Zielgruppe sprechen.

00:08:04: Wo wart ihr?

00:08:05: Messe leben und tot!

00:08:06: Das ist die einzige Fachmesse rund um das Thema zweimal im Jahr, einmal im Norden, einmal am Süden und sind dann nach drei Monaten, wo wir daran gearbeitet haben auf die Messe gegangen, mit dem Messestanden, haben mit den Menschen gesprochen.

00:08:17: etwas anfangen sollen, haben unseren ersten Prototypen mitgebracht.

00:08:20: Da haben wir versucht zu erfahren was die Zielgruppe denn eigentlich braucht und genau das hat sich da irgendwie wieder gezeigt und wir haben es besser verstehen können glaube

00:08:28: ich.".

00:08:29: Und neben dem Austausch mit Betroffenen zum Beispiel... auf der Messe oder eben im Rahmen des Studiums.

00:08:37: Hast du Luisa ja auch einen sehr persönlichen Bezug zu diesem Thema, oder?

00:08:41: Ja genau also.

00:08:42: ich glaube daher kam so am Anfang auch die Idee und da hat es alles ins Rollen gebracht weil ich damals gemerkt habe jetzt mein Papa gestorben ist mir genauso ergangen.

00:08:50: Ich hab mir dann damals die einzige deutsche App runtergeladen die sich mit Trauer auseinandersetzt und hab dann aber gemerkt dass mir irgendwas gefehlt hat weiter.

00:09:00: Dafür war ich noch nicht bereit oder die Hemmschwelle war mir zu groß, mir irgendwie offiziell Hilfe zu suchen sondern ich wollte irgendwas was ich abends für mich auf der Couch unter meiner Akkuschlingdecke machen kann um irgendwie mit meiner Trauer fertigzuwerben genau und hab dann damals Janek und Pia so ein bisschen davon erzählt was mir fehlen würde und was ich gebraucht hätte.

00:09:19: und so ist das Ganze entstanden.

00:09:20: und wie Janek das schon gesagt hat es war dann trotzdem am Anfang natürlich erst mal eine Mutmaßung.

00:09:25: wir haben viel darauf aufgebaut was ich Gebrauchte was mir gefehlt hat und dann aber zu merken, okay... Nicht nur mir geht es so, sondern so viele Menschen, die genau das anders gebraucht hätten und noch mehr Unterstützung brauchen.

00:09:39: Und ich glaube, dass hat mir auch irgendwie total viel gegeben, weil das dann für mich nochmal einen tieferen Sinn hatte.

00:09:46: Deswegen ist es für mich auch ein persönliches Projekt und deswegen arbeite ich auch gerne an Anfangen, weil es so schön ist mit Leuten in Kontakt zu kommen und so wissen okay man kann vielleicht irgendwas ändern, dass es Leuten am Ende vielleicht besser geht als einem selbst in dieser Situation.

00:10:02: Ich glaube, diese persönliche Motivation dahinter, die ihr sicherlich alle teilt ist auch das was einen antreibt auf dem Weg zu einer Gründung eines Unternehmens.

00:10:16: Na klar da werden einem auch unglaublich viele Stolpersteine in den Weg gelegt mit denen man vorher so gar nicht gerechnet hat.

00:10:23: Ihr seid Teil der Trip Class gewesen und darüber möchte ich jetzt gerne auch noch mal mit euch sprechen über diese Erfahrungen.

00:10:31: Wie seid ihr eigentlich dazu gekommen, euch dafür zu bewerben?

00:10:35: Also bei uns war es so dass Trip schon sehr präsent an der Hochschule war also wir hatten mehrere Berührungspunkte mit dem Team auch schon während unserer Begleitung bei Heik und sie irgendwie kennenlernen können und ihr Programm schon kennengelernt und das war irgendwie trotzdem für Übergeordnete Ziel in der Vision, dass wir gerne irgendwann, wenn man mit Heik ist Gefühl haben.

00:10:55: Wir sind jetzt damit irgendwie fertig und haben den Schritt geschafft, gern zu Trip zu gehen oder den nächsten Sprung auf einen Sprungbrett zu machen Und das war dann das Ziel was wir uns eingeordnet haben und warum wir uns auch beworben haben.

00:11:09: könnt ihr gerne noch mal so ein bisschen von diesem Durchlauf erzählen, was es euch da begegnet.

00:11:15: Wen habt ihr kennengelernt?

00:11:16: Was hat euch vielleicht auch am meisten geholfen?

00:11:19: Ich glaub das war eine super intensive Zeit für uns und wir durften wahnsinnig viel lernen also auf unserem gesamten Weg bisher aber eben das letzte halbe Jahr bei Schwib eben auch Und ich glaube trotzdem auch irgendwie ein Stück weit über Windung am Anfang uns zu bewerben, weil wir wussten was für Teams mitmachen und weil wir wussten, was für Innovationen Hintertrip stecken.

00:11:41: Das hat uns am Anfang auch ein bisschen Angst gemacht.

00:11:43: Und das musste mir so ein bisschen überwinden und wurden dann so gut aufgenommen, haben so tolles Feedback bekommen und durften in dieser Trip-Glas mit so vielen anderen tollen Teams wachsen.

00:11:54: Das war wahnsinnig toll!

00:11:55: Und wurden einfach super begleitet von wirklich vielen Experten die uns gerade was die Geschäftsmodellentwicklung nochmal anging, haben wir wirklich viel nochmal mit auf den Weg bekommen und konnten da wirklich von super viel Wissen und Input einfach noch mal profitieren.

00:12:10: Das ist am Ende eine sehr bunte Mischung.

00:12:13: Man durchläuft trotzdem so ein Zyklus, dass wir erst auf Strategie und Geschäftsmodell vertrieb aber auch auf Investoren, wo wir über Finanzierung schauen.

00:12:20: Dann geht man nochmal ins Team rein und ich fand es dahingehend sehr spannend und die Menschen, die da waren wirklich sehr hilfsbereit und herzlich dafür.

00:12:30: Zum Beispiel als das unser treffendes Beispiel, dass auch Karin Rabe von der BMT mit dabei war, die über Investoren gesprochen haben in Finanzierungen bei dem Thema Finanzierung an Ecken bzw.

00:12:42: mit den Investoren, was sie für einen Rat für uns hat und genau das macht es irgendwie für uns sehr greifbar und sehr offen und

00:12:49: herzlich.".

00:12:49: Viele sagen ja auch, dass es häufig eben nicht nur die Workshops sind sondern vor allem auch die Menschen, die man in diesem Zusammenhang kennenlernt und ich höre jetzt schon so raus, dass das bei euch auch eine sehr große Rolle gespielt hat um das Netzwerk noch weiter zu vergrößern.

00:13:06: Auf alle Fälle!

00:13:07: Klar, man war ja auch über ein halbes Jahr fast jeden Monat manchmal mehrmals zusammen.

00:13:12: Und da war erst mal das Netzwerk natürlich von den Teilnehmern her die unglaublich spannende Dinge gemacht, wo man sich selber dasaß und gedacht hat krass!

00:13:19: Bei manchen habe ich nur die Hälfte verstanden weil es einfach sehr technisch ist.

00:13:23: aber es fand ich sehr spannend.

00:13:25: und dann natürlich auch Menschen, die im Netzwerk für uns eine große Rolle eugenommen haben in verschiedensten Bereichen und ich glaube da geht's auch über die Menschen, schöner an Thüringen, dass alle vernetzt sind und es ist irgendwie manchmal wie so ein kleines Dorf.

00:13:41: Und der eine kennt den und ich spreche ihn auch an Wir hatten noch viele E-Mails im Nachgang bekommen.

00:13:45: Ich habe den und den getroffen hab von euch erzählt und er macht das und er kennt den.

00:13:50: Das sind die Momente wo man auch schmunzeln muss, wo man gemerkt hat, das ist das was wir gerade brauchen und das ist unser Netzwerk und das hat sehr gut getan.

00:13:58: Ja, das stimmt Wenn

00:14:00: man anfangen

00:14:01: VorTrip

00:14:02: und nachTrip sozusagen mal gegenüberstellt.

00:14:06: Was würdet ihr sagen, was sind die größten Unterschiede?

00:14:09: Ich glaube es ist einfach eine krasse Wandung von uns gewesen.

00:14:12: also als wir mit Trip gestartet haben waren wir gerade am Ende von unserem Studium, haben unsere Bachelorarbeit geschrieben irgendwie plötzlich dann selbstständig.

00:14:22: Also das war eine wahnsinnige Wandlung.

00:14:25: und ja, wir haben irgendwie so viel nochmal mit auf den Weg bekommen weil natürlich dass für uns ein Riesen-Step war also vom Studium und direkt an einer eigenen Idee zu arbeiten oder ein eigenes Unternehmen zu gründen macht dann vielleicht auch manchmal Angst weil man das eben noch nicht durchlebt hat.

00:14:41: Aber wir haben dadurch so viel Expertise mit an die Hand bekommen, dass wir das Gefühl haben, wir wurden so gut befähigt.

00:14:47: Wir schaffen das und das alles was uns irgendwie in den Weg kamen, wir uns ein bisschen freiräumen konnten und einfach die Kraft ... mitbekommen haben, das zu schaffen.

00:14:57: Und ich würde sagen dass wir einfach reingestartet sind aus einem Uni-Projekt was da irgendwie schon ein Ziel hatte.

00:15:04: aber in dem halben Jahr konnten wir so viel schaffen, so viel erreichen und ja sind am Ende dann wirklich als Startup daraus gekommen.

00:15:14: Und das war auf jeden Fall nochmal eine wahnsinnig tolle Erfahrung und ich habe das Gefühl, wir sind einfach viel größer rausgekommen als wir reingegangen sind.

00:15:21: Darüber hinaus werdet ihr jetzt auch durch die Thüringer Gründungsprämie gefördert.

00:15:26: Das heißt, ihr habt jetzt wirklich Zeit eurer ganzen Kraft, eure ganzen Ideen in diese ... Gründungsidee zu stecken und ja weiter voranzuschreiten.

00:15:39: Wie kann ich mir das vorstellen, wenn man so eine Idee vor Najuri, vor Investoren ... Wenn man da sowas pitcht?

00:15:46: Wie geht mal an dieses Thema ran?

00:15:48: Ja, gute Frage!

00:15:50: Es war für uns immer natürlich eine schwierige Frage zu gucken wie wir die Emotionalität auch gestalten.

00:15:56: Da will man nicht vergessen.

00:15:57: also am Ende sind es Menschen in ihren Fachbereichen Choriphäen sind und die einfach irgendwie Experten in ihrer eigenen Sache sind Und wir natürlich immer mit einem Thema da um die Ecke kommen, was uns auch alle betrifft.

00:16:07: Also so wenn jemand vor mir steht und erklärt mir ich mache etwas zu dem und dem Thema ist es ja meistens eine Zielgruppe und entweder ich gehöre dazu oder ich gehör nicht dazu und unser Thema gehört jeder dazu.

00:16:17: und damit haben wir schon einen Punkt erreicht wo wir jemanden natürlich emotional auch treffen können und da mussten wir glaube gut lernen wie wir diese Emotionalität, den im Thema steckt wieder zurückfahren können um auf Punkte wie Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit zu kommen zu abzubekommen, zurückzukommen und das haben wir klar belernen müssen.

00:16:37: Aber sind Pitches immer als gestärktes Team reingegangen?

00:16:41: Also wir haben Momente uns vor, haben uns zusammengesetzt, haben im Auto auch drüber gesprochen und haben uns versucht es auch positiv zu reden.

00:16:48: Und das Beste daran ist – und das kann ich immer wieder sagen – dass in Thüringen viele Menschen euch wieder bei den Leg laufen!

00:16:55: Also wenn man einmal gepitscht hat, kann ich euch versprechen.

00:16:58: Eine von diesen Personen wird in der nächsten Jury wieder sitzen und dann hat man schon mal jemanden, den man andächeln kann, wo man weiß die kennt uns und wir haben irgendwie schon was und ein Gefühl zueinander und das tut gut und das hilft immer.

00:17:10: und irgendjemand wird auch im Publikum sitzen und euch andecheln und irgend jemand wird begeistert sein und ich glaube dass muss man sich vorstellen darf dieses schwere, was dahinter steckt.

00:17:19: Also was es jetzt bedeutet wenn ich hier vielleicht nicht ablieferte in dem Moment vielleicht doch einfach einmal kurz vergessen und das genießen dass man da stehen darf, dass man über seine Idee sprechen darf weil irgendwie ist die Idee ja immer irgendwas was man mit Herzen trägt und was man sehr gerne macht und diesen drei Minuten oder fünf Minuten unterzubekommen diese Freude.

00:17:37: Das versuche ich mir mal wieder vorzuheben und dann darüber nachzudenken was es bedeutet dass sich hier vielleicht heute ein Satz versprochen habe

00:17:46: Wenn ihr das Ganze jetzt weiterentwickeln werdet, dann braucht ihr natürlich auch Feedback von der Zielgruppe.

00:17:53: Und ich stelle mir diesen Spagat zwischen... naja wir brauchen jetzt diese offene ehrliche Kommunikation miteinander und dieses Feedback vom eigentlich sehr technischen Voraussetzungen zum Teil auf der einen Seite und auf die anderen Seite eben dieses auch sehr emotionale Thema wie Dieser Spagat, den stelle ich mir unglaublich schwierig vor.

00:18:15: Wie bringt man das zusammen?

00:18:17: Also wie erarbeitet man sich da irgendwie dieses Feedback von der Zielgruppe auf, ich sag mal eine taktvolle Art und Weise um auch immer besser zu werden?

00:18:27: Also ich glaube tatsächlich hatten wir nie das Gefühl dass wir diesen Spagate haben weil wir von vornherein, wie Yannick schon gesagt hat, auf dem Messerleben tot waren irgendwie kein Produkt für die Zielgruppe entwickelt haben, sondern irgendwie kontinuierlich mit der Zielgruppen.

00:18:43: Also es war nie dass wir was entwickelt haben und so ja hier was sagt ihr dazu wie findet ihr das?

00:18:48: Sondern durch die erste Messe auch noch mehr hingehört haben.

00:18:51: okay was braucht ihr was wollt ihr was fehlt euch?

00:18:54: Und das immer dann in so Schleifen in das Produkt irgendwie reingesteckt haben und dadurch konnten wir immer dieses Feedback zu der App, aber auch dieses Emotional okay was fehlt mir?

00:19:04: Was brauche ich?

00:19:05: Konnten wir immer ganz gut übersetzen würde ich sagen.

00:19:08: und deswegen hatten wir nie die Situation dass es für uns ein sehr großer Spagat war irgendwie sondern das ist einfach so bei uns irgendwie mitgelaufen.

00:19:16: Das hat sich dann ganz gut so ergeben weil wir irgendwie immer mit der C-Gruppe in Kontakt waren.

00:19:21: genau Und jetzt gerade haben wir zwei Beta Test Phasen und der erste Beta Test läuft sich gerade wirklich nur um die App und Bugs was da so auftaucht.

00:19:30: Und die zweite Testphase ist dann nochmal dieses Emozionale, also da haben wir es dann einfach auch in der Außenkommunikation so gemacht dass wird das eben auch genauso angesprochen haben.

00:19:39: okay hey jetzt geht's gerade nur ums technische und in der nächsten Phase schauen wir noch mal auf das emotionale und bisher hat das für uns tatsächlich immer sehr gut funktioniert.

00:19:48: Für

00:19:48: euch steht ja jetzt auch der richtig richtig große Meilenstein noch bevor.

00:19:53: am dritten Oktober ist der Go Live der App.

00:19:56: Wann habt ihr das letzte Mal auf diesen Termin geschaut und gedacht, oh mein Gott!

00:20:00: Ich drehe gleich

00:20:01: was durch.

00:20:02: Heute wahrscheinlich?

00:20:04: Wenn nicht sogar gestern, glaube ich.

00:20:05: Aber ein von den beiden Tagen... Also es dreht sich natürlich gerade alles irgendwie darum da sehr viele Themen darauf vorbereitet werden müssen.

00:20:12: Es ist ja nicht nur die Apps und das Social Media, sondern auch der Vertrieb.

00:20:16: Das ist irgendwie sehr viel drum herum.

00:20:18: Und alles muss irgendwie vorbereitet wären.

00:20:20: Wir sprechen noch über Datenschutz.

00:20:22: Es gibt auch langweilige Themen, die gemacht werden müssen aber sie sich da ziehen.

00:20:27: Das springt irgendwie gerade jeden Tag mit und hat irgendwie immer seinen Einfluss in sein Thema.

00:20:32: Wenn man dann auf den Kalender guckt, kriegt man natürlich ein bisschen Panik was noch gemacht werden muss.

00:20:37: Und da denkt man immer meine Zeit reicht gar nicht aus für das, was getan werden muss.

00:20:41: Aber wir blicken irgendwie mit sehr viel Freude darauf, weil es im Oktober ja wirklich fast zweieinhalb Jahre her ist.

00:20:46: Dass die Idee entstanden ist und dass sie dann endlich live gehen darf.

00:20:50: Und ich glaube das Gefühl man merkt sind die ersten Nutzer drauf Die ersten Menschen, die das nutzen.

00:20:55: Dieses Gefühl kann ein Glaube dann niemand nehmen und macht einen Glaube Dann sehr froh.

00:20:59: und wenn man dann noch das Feedback irgendwann bekommt, dass es geholfen hat und dass es vielleicht einer Person irgendwie schon mal geholpen hat Dann ist es genau dazu was wir's getan haben.

00:21:08: Genau

00:21:09: Zum Abschluss noch die Frage, wenn am Go Live der Haken dran ist.

00:21:14: Die ersten NutzerInnen auf der App sind wie geht es dann weiter?

00:21:18: Was sind eure nächsten Pläne und Ziele?

00:21:20: Wir

00:21:21: haben ganz viele Plänen und ganz viele Ideen und irgendwie ist das auch so schön weil wir alle superviele Visionen haben und jetzt auch nicht dieses.

00:21:28: ok die App ist live Haken dran, fertig.

00:21:31: Ganz im Gegenteil, da wartet ganz viel in der Pipeline und tatsächlich auch ein riesengroßes Feature was nachgerückt kommt.

00:21:39: Genau und da freuen wir uns schon extrem drauf das gerade auch schon in der Entwicklung ist und was dann...

00:21:44: können wir schon Einblicke geben?

00:21:46: Noch nicht so ganz?

00:21:46: Nee!

00:21:48: Mit dieser ist es an genau aber es ist tatsächlich nochmal etwas ganz Tolles woran wir auch dann nebenbei immer noch gearbeitet haben.

00:21:55: Und ja dann haben wir trotzdem noch ganz viele weitere Ideen und ich glaube dass wird wird bei uns nicht aufhören und da wird ganz viel nachkommen.

00:22:03: Zum Beispiel kommt aber im November, das können wir vielleicht schon mal sagen, das erste Retreat mit Trauernden.

00:22:08: Das findet im Harz statt genau.

00:22:10: Und das ist nochmal dann so ein eins zu eins Treffen wirklich wo wir von dem Digital noch einmal weg kommen und in Gemeinschaft zusammen sind Genau.

00:22:19: Und ich glaube, da freuen wir uns auch schon sehr drauf!

00:22:21: Wer selbst an einer Gründungsidee arbeitet?

00:22:24: Wie die beiden mit denen jetzt gerade gesprochen haben und über die nächsten Schritte nachdenkt und wie sie aussehen können für den könnte sich also auch einen Blick auf die Trip-Class lohnen.

00:22:36: Die Bewerbungsphase für die nächsten Batch läuft vom ersten September bis zum fünften Oktober Also schaut doch da gerne mal rein.

00:22:44: Vielen Dank fürs Gespräch Ihr Zwei.

00:22:46: Es war richtig toll Total die Daumen für den Go Live und alles, was danach noch kommt.

00:22:51: Vielen Dank!

00:22:52: Das fand sehr schön hier zu sein.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.